Zum Hauptinhalt springen
Autor/-in:

Tageldin Hafsa

Rassismus in der Medizin: Eine Kolumnensammlung

Betreuer/-in:
Ariane Schmidt
Schule:

MNG Rämibühl

Gesellschaft
Als ich meine Erfahrungen aufschrieb und die Resonanz meiner Leser:innen sah, wurde mir klar, dass Worte und Forschung nicht nur Schweigen brechen, sondern auch kleine, konkrete Schritte zu einem gerechteren Gesundheitssystem bewirken können.
Abstract

Rassismus im Gesundheitswesen ist keine Vergangenheit, sondern eine lebensbedrohliche Realität, die oft im Verborgenen bleibt. Diese Arbeit untersucht, wie historische Strukturen, von der Kolonialmedizin bis in heutige Behandlungszimmer, Diskriminierung in der Medizin fortschreiben. Ziel war es, durch eine Verbindung von persönlichen Kolumnen und medizinhistorischer Recherche Bewusstsein zu schaffen und konkrete Reformansätze zu identifizieren. Methodisch basiert die Arbeit auf der Analyse von zwölf Kolumnen, die eigene Erfahrungen und emotionale Reflexionen mit wissenschaftlichen Fakten kombinieren, ergänzt durch eine Auswertung der Resonanz der Leser:innen. Die Ergebnisse zeigen, dass Diskriminierung in der Medizin selten durch grosse Skandale sichtbar wird, sondern sich in unzähligen kleinen Entscheidungen manifestiert – von ignorierten Schmerzen bis zu falschen Diagnosen aufgrund pseudowissenschaftlicher Mythen. Das Feedback der Leser:innen, das vor allem über Privatnachrichten erfolgte, verdeutlicht die hohe Hemmschwelle bei Diskriminierungsthemen, unterstreicht aber zugleich die Relevanz des Ansatzes. Schlussfolgernd liefert die Arbeit nicht nur eine Bestandsaufnahme des Problems, sondern fordert konkrete Massnahmen: Reformen in der medizinischen Lehre, der Abbau von Sprachbarrieren und eine Politik, die Menschenleben über Lobbyinteressen stellt. Veränderung beginnt dort.