Zum Hauptinhalt springen
Autor/-in:

Gerster Hannah

Hulda Hummel

Konzeption und Linolschnitt-Gestaltung eines Bilderbuch zur Selbstbildstärkung

Betreuer/-in:
Olivia Keller-Klauser
Ich möchte aufzeigen, welche Bedeutung die Selbstbildstärkung gerade in der heutigen Zeit hat und, dass Bilderbücher als niederschwelliges Medium einen wichtigen Beitrag zur emotionalen Entwicklung von Kindern leisten können.
Abstract

Diese Arbeit verbindet entwicklungspsychologische Theorie mit künstlerischer Praxis. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Bilderbuch gestaltet werden kann, das Kinder in ihrem Selbstbild stärkt. In Bezug auf Leistungsdruck, aktuellen Medienkonsum und alltäglichem Vergleichen kommt dem heute besondere Relevanz zu.
Der theoretische Teil untersucht auf Basis entwicklungspsychologischer Literatur die Entstehung des kindlichen Selbstbildes. Ab dem 18. Lebensmonat entsteht bei Kindern das existenzielle Selbst. Gestärkt wird es durch eigene Erfahrungen, Anerkennung und einen Rahmen, der Fehler als Lernchancen begreift. Ergänzend wurde das Bilderbuch als entwicklungsrelevantes Medium analysiert. Es ermöglicht Kindern, Gefühle und soziale Situationen stellvertretend zu erleben und narrativ einzuordnen.
Im praktischen Teil wird das Bilderbuch «Hulda hebt ab» konzipiert und mit Linolschnitten illustriert. Die psychologischen Ekrenntnisse werden in eine narrative Struktur übertragen, indem die Protagonistin, die trotz aussergewöhnlicher Fähigkeiten unterschätzt wird, schliesslich Selbstwirksamkeit, Annerkennung und Zugehörigkeit erlebt. Das Bilderbuch ist mit Linolschnitten in Schwarz-Weiss gestaltet und wird mit dem Kolorieren der Protagonistin in Gelb akzentuiert.
Ziel des Bilderbuchs ist es, den Austausch über innere Prozesse des Kindes zu fördern und Gespräche anzuregen.